Dokumentarische Fotografie ernst nehmen
Kein Selbstdarstellungsprojekt — eine Plattform, die dokumentarische Fotografie als handwerkliche Praxis behandelt, nicht als Trend.

Wie diese Plattform entstand
Nunki Vorthyha wurde 2022 von Fotografen gegründet, die frustriert waren: Die meisten Online-Kurse zur Fotografie behandeln Technik als Selbstzweck — Belichtungsdreieck, Histogramm, Bokeh. Dokumentarische Fotografie braucht aber eine andere Grundlage: Beobachtung, Kontext, das Verhältnis zwischen Kamera und Mensch.
Hier arbeiten wir deshalb ausschließlich mit Fotografen zusammen, die aktiv im Feld sind — für Zeitungen, NGOs, Fotoagenturen. Kein Kurs entsteht am Schreibtisch. Jeder Inhalt basiert auf konkreter Feldarbeit, nicht auf abstrakten Theorien über „visuelles Storytelling".


Was die Kurse konkret umfassen
Die Inhalte reichen von der Vorbereitung einer Reportage — Recherche, Zugang, Vertrauen aufbauen — bis zur Auswahl und Sequenzierung von Bildern für Redaktionen. Ein Modul widmet sich zum Beispiel ausschließlich der Arbeit mit vorhandenem Licht in schwierigen Innensituationen, weil das in der Praxis regelmäßig ein Problem ist.
Teilnehmende kommen aus mehr als 30 Ländern und arbeiten auf sehr unterschiedlichem Niveau. Die Kurse sind so strukturiert, dass sie sich an das eigene Tempo anpassen lassen — ohne feste Fristen, aber mit echten Aufgaben, die Feedback bekommen.


Leonie Dratwa
Kursleiterin, Dokumentarfotografin
Arbeitet seit über einem Jahrzehnt für deutsche und internationale Presseagenturen. Ihr Schwerpunkt liegt auf sozialer Reportage in städtischen Randgebieten.